Steht der Buchsbaum vor dem Aus?

Buchsbäume sind sehr beliebt. Doch zwei Plagen vernichten das Gehölz gleich reihenweise.

Die Raupen des Buchsbaumzünslers, ein Schädling aus Asien, fressen viele Pflanzen von innen her kahl. Auch Pilzbefall lässt das Immergrün verschwinden.

Woran Sie den Buchbaumzünsler erkennen
Den Buchsbaumzünsler kann man meist ab Mitte März bis Anfang April bemerken. Aber der Befall ist anfangs nur schwer zu erkennen, denn die grünen, etwa fünf Zentimeter langen Raupen fressen sich tief im Inneren des Gehölzes satt. Man sollte dann die Raupen absammeln und die typischen Gespinste herausschneiden. Auch Pflanzenschutzmittel lassen sich zwischen April und Juli ausbringen.

Wie sich der Pilzbefall bemerkbar macht
Der Pilz namens ‚Cylindrocladium buxicola‘ verfärbt die Blätter zunächst braun. Später fallen sie ab. Erkennen lässt sich der Befall auch an schwarzen Streifen auf den Trieben. Die typischen Pilzgeflechte entwickeln sich auf den abgestorbenen Blättern nur bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Was kann man tun?
An großen Buchsbäumen schneidet man den Befall kräftig raus, kleine Pflanzen rodet man. Und auch die oberste Bodenschicht wird abgetragen. Wichtig ist hier: Das befallene Grünzeug und den Boden in den Biomüll, nicht auf den Kompost geben.

Buchsbaum vor Pilzbefall bewahren
Pilze mögen Feuchtigkeit. Daher sollte man die Pflanzen so gießen, dass die Blätter nicht nass werden – also unten direkt an den Wurzeln. Und Kübelpflanzen stehen am besten unter einem Dach, wo sie dem Regen nicht ausgesetzt sind.

Das sind die Alternativen zum Buchsbaum
Die Japanischen Hülse (Ilex crenata), besonders die Sorte ‚Dark Green‘, wäre eine ähnliche Pflanze. Für niedrige Hecken eignet sich ‚Caroline Upright‘. Auch die Sorte ‚Mecki‘ ‚Renke’s Kleiner Grüner‘ der Eibe (Taxus baccata) und die verschiedenen Sorten der Steineibe (Podocarpus nivalis) empfiehlt sich.

Buchsbaum nicht ganz austrocknen lassen
Man sollte möglichst dafür sorgen, dass der Wurzelballen niemals komplett austrocknet. Das gilt vor allem für den Winter. Die immergrünen Pflanzen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit über ihre Blätter Wasser. Besonders bei trockener, sonniger Kälte, drohen Trockenschäden.

Egal zu welcher Jahreszeit fühlen sich Buchsbäume im Schatten oder Halbschatten am wohlsten.

So schneidet man den Buchsbaum richtig
Die besten Bedingungen für den Buchsbaumschnitt herrschen an einem trockenen aber bedeckten Tag. Ist es zu heiß, werden die Schnittstellen braun, ist es zu nass, droht Pilzbefall. Wenn man den Buchsbaum vor dem Schnitt gießt, schneidet es sich leichter. Am besten schneidet man von oben nach unten. Auch wer keine besonderen Figuren herausarbeiten will, sollte trotzdem die Triebe vom vergangenen Jahr zurückschneiden. Dann wird das Blattwerk dichter. Vertrocknete Zweige müssen ebenfalls entfernt werden. Geschnitten wird zwischen April und September.